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Ratgeber

Teilkasko oder Vollkasko?

Die Frage ist fast immer eine Rechenfrage: Was kostet die höhere Deckung, und was wäre im schlimmsten Fall zu ersetzen?

Was die drei Stufen abdecken

SchadenHaftpflichtTeilkaskoVollkasko
Schaden am fremden Autojajaja
Diebstahlneinjaja
Glasbruchneinjaja
Sturm, Hagel, Blitz, Überschwemmungneinjaja
Wildunfall (Haarwild)neinjaja
Marderbissneinmeist jameist ja
Eigener Unfall, selbst verschuldetneinneinja
Vandalismusneinneinja
Fahrerflucht des Verursachersneinneinja

Die Haftpflicht ist gesetzlich vorgeschrieben und deckt ausschließlich das, was du anderen antust. Alles an deinem eigenen Auto ist Kaskosache.

Die Faustregel — und warum sie nur halb stimmt

Verbreitet ist: „Vollkasko bis fünf Jahre, danach Teilkasko." Das ist ein brauchbarer Ausgangspunkt, aber keine Antwort. Entscheidend sind drei Dinge:

  • Wiederbeschaffungswert. Was müsstest du zahlen, um heute ein gleichwertiges Auto zu kaufen? Liegt der Wert unter etwa 4.000 €, wird die Vollkasko selten wirtschaftlich.
  • Könntest du den Verlust tragen? Wer den Totalverlust aus Rücklagen ersetzen kann, braucht die Vollkasko nicht. Wer dann ohne Auto zur Arbeit dasteht, schon.
  • Finanzierung oder Leasing. Dann ist die Vollkasko meist ohnehin Pflicht — und bei Leasing lohnt der Blick auf die GAP-Deckung, die die Lücke zwischen Zeitwert und Restforderung schließt.

Der oft übersehene Zwischenweg

Statt die Vollkasko ganz zu streichen, lässt sich die Selbstbeteiligung anheben. Von 300 auf 500 oder 1.000 € zu gehen, senkt den Beitrag deutlich und lässt die Absicherung gegen den großen Schaden bestehen. Für viele ist das die bessere Entscheidung als der komplette Verzicht.

Worauf du im Vollkaskotarif achten solltest: grobe Fahrlässigkeit mitversichert (sonst zahlt der Versicherer bei überfahrener roter Ampel womöglich nicht), Neupreisentschädigung bei jungen Fahrzeugen und Marderschäden inklusive Folgeschäden — der Biss selbst kostet wenig, der kaputte Motor danach viel.

Unsicher, was zu dir passt?

Genau dafür sind wir da. Sag uns, was du fährst und was du zahlst — wir rechnen beide Varianten durch und sagen dir, was der Unterschied im Jahr wirklich ausmacht.

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